Es ist schon ein langer Weg, bis alles gut wird.

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13 Sep. 2015 08:55 #21436 von salamander
Hallo Christian

Du hattest erwähnt das du dich gedanklich mit dem Bau eines Filtergrabens beschäftigt hast.

14 Jahre alte Folie möchte ich auch nicht mit neuer Folie verkleben.

Solltest du aber jemals doch noch einen Filtergraben bauen, besteht ja auch die Möglichkeit beide Teiche über ein KG-Rohr mit 2 Folienflanschen zu verbinden.

Den Folienflansch den ich bei meinem Notüberlauf verwendet habe würde ich nicht empfehlen. Es gibt aber auch Flansche die mit 8 Edelstahlschrauben an der Folie fixiert werden, die halte ich für besser.

So könnte man auch einen Zugschieber in das KG-Rohr einbauen, z.B. in einem Schacht.

Soll nur ein Vorschlag für den Fall der Fälle sein.

Gruß Salamander

Gruß Roland

www.teichbau-forum-naturagart.de/index.p...echnik-grube-aushebe
ST. 20.5 m x 11.0 m 1.35m tief
FG. 3.5 m x 10 m 0,6m tief
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5 Bodenabläufe,Eigenbauskimmer
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13 Sep. 2015 08:05 #21434 von salamander
Hallo Christian

Das war ein sehr interessanter Beitrag!

Man sieht das du dich im Laufe der Jahre tief in die Materie der Teichbiologie eingearbeitet hast.

Dein Nachtrag zum Filtergraben hat mich wirklich beruhigt.

Gruß Salamander

Gruß Roland

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12 Sep. 2015 18:36 #21433 von Libelle15
Noch ein Nachtrag zur Beruhigung:
Salamander, ich sehe eben, dass Du einen recht ordentlich dimensionierten Filtergraben hast. Der müsste eigentlich dafür sorgen, dass die beschriebenen Probleme nicht auftreten können.
Ich finde es hervorragend, dass NaturaGart wie ich sehe bei der Planung diese Methode der Wasserpflege immer vorschlägt. Aber vor 14 Jahren waren weder die Teichtechnik noch der Erfahrungsaustausch so gut entwickelt, wie das heute der Fall ist. Alternativ zu einem Filtergraben kann auch ein Bachlauf angelegt werden, durch den das Wasser in den Teich zurückgeführt wird. Aber auch dabei sollte man sehr genau planen, wenn mehr herauskommen soll als Geplätscher.
Für letzteren hätte ich aber in die eingewachsene Umgebung und Topographie des Teiches sehr unschön eingreifen müssen – mal abgesehen von den Kosten. Der Filtergraben wäre einfacher, aber wie soll ich dessen Folienabdichtung mit der ja nun schon bejahrten Folie des Teiches wirklich dicht verkleben?
So blieb mir nur, eine erweiterte Technik des Aufbereitens zu entwickeln.
Nochmal freundlichen Gruß
Christian
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12 Sep. 2015 16:35 #21432 von Libelle15
Guten Abend, Salamander,
Durch Gerb- oder Huminsäure entsteht dem Teich kein Schaden, wenn dabei das Wasser nicht insgesamt versäuert. Auf dem dritten und dem letzten Bild meiner Galerie ist zu erkennen, dass mein Wasser grundsätzlich bei aller Klarheit eine Braunfärbung hat. Die zeigt Huminsäure an, was auch bei dem unvermeidlichen Laubeintrag nicht verwundert. Dennoch messe ich stets einen ph-Wert von etwa 7 (+/- 0,2). Diesen Effekt der Neutralisation erkläre ich mir mit der Umwälzung durch das Zeolith, ein Kalkgestein mit sehr großer Oberfläche. Hat man statt Buchen Eichen, wird man es eher mit Gerbsäure zu tun bekommen, aber der Verlauf ist derselbe.
Die Übertäter war zunächst einfach die auf dem Bild gezeigte üppige Vegetation von Schwebealgen, die bis zu einem gewissen Grad immer da sind, besonders bei wärmerem Wasser mal zu, dann auch wieder abnehmen. Sie zeigen einen Nährstoffüberschuss im Wasser an, den sie in sich aufnehmen. Gelingt es, sie auszufiltern oder abzubauen, wird damit auch dieser Überschuss abgebaut.
Mein Problem war nun eines, das häufiger so etwa nach 10 Jahren auftritt. Die Schwebealgen existieren in einer ungeheuren Artenvielfalt. Bei der Entfernung oder dem Abbau erwischt man vor allem die größeren Arten, die ja auch den deutlichsten optischen Effekt erzeugen. Über die Jahre hinweg fördert man aber dadurch die Ausbreitung der mikroskopisch kleinen Arten, die mit wenigen my Durchmesser dann auch die perfektesten Filter passieren und im Substrat der Kläranlage sich so eng gepackt niederlassen, dass sie von den abbauenden Mikroben nicht mehr erreicht werden können. Sowohl Filter als auch biologische Stufe verlieren so ihre Wirkung.
Üblicherweise hilft dann nur noch ein Algenbrenner, also UV-Licht. Das unterscheidet aber nicht zwischen lästigen Algen und sonstigen Mikrolebewesen, die für den Beginn der Nahrungskette für das Teichleben Ausmachen. Alles wird gleichermaßen verbrutzelt, das Teichleben stirbt auf allen Ebenen zuerst der Fauna, dann aber auch der Flora langsam ab wie in destilliertem Wasser.
Die Empfehlung lautet dann häufig, einen Teil des Teichwassers abzulassen und neu zu befüllen. Das hilft auch eine Weile, denn die Algenpopulation wird dabei kräftig ausgedünnt. Irgendwann beginnt aber das Spiel von neuem.
Einen schönen Abend noch
Christian

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12 Sep. 2015 14:51 #21429 von salamander
Hallo Christian.

Glückwunsch zu dem schönen Teich.

Schön zu sehen wie sich in 14 Jahren Fauna und Flora entwickelt haben. Auch wenn die Bäume viel Schatten werfen, und für viel Arbeit mit dem Laub sorgen, lassen sie den Teich recht natürlich wirken.

Bei mir wird es wahrscheinlich noch 2-3 Sommer dauern bis die Pflanzen die letzten Bauspuren verdecken.

Kippte dein Wasser vor 4 Jahren durch eingebrachtes Laub (Gerb-oder Huminsäure)? Und mit welcher Filtertechnik hast du die Sache wieder in den Griff bekommen?

Gruß und schönen Tag noch

Salamander

Gruß Roland

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FG. 3.5 m x 10 m 0,6m tief
2 Saugsammler, 2 Pumpen 6500SKS
2 Standartfilter, 2 UVC 55
5 Bodenabläufe,Eigenbauskimmer
2 Zuläufe,
Wasservolumen 130000 Liter

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12 Sep. 2015 10:21 #21427 von Libelle15
Und es geht weiter.
Bis vor vier Jahren genügte eine selbst gebaute Kläranlage. Mit insgesamt 900 Litern Arbeitsvolumen und 300 kg Zeolith. Fast zehn Jahre hat dieses einfache System die Wasserqualität hervorragend gehalten.

Dann brach alles zusammen, die Filtermedien klebten voller Algen, das Wasser wurde grün und grüner. Inzwischen habe ich das Problem erfolgreich gelöst. Doch das ist ein anderes Kapitel.

Belebt wird der Teich von laichenden Kröten und Grasfröschen, von denen auch im Sommer viele zu Besuch kommen. Molche zähle ich zu hunderten, ebenso Libellenlarven, die zwischen Juli und September schlüpfen – ein faszinierendes Schauspiel. Dazu habe ich an anderer Stelle schon etwas gezeigt.

Gelbrandkäfer als größte Exemplare führen eine ganze Reihe von Wasserkäferarten an. Sumpfdeckelschnecken und Posthornschnecken aller Größen dienen als Putzkolonne. Wasserasseln und sonstige Wirbellose tummeln sich in großer Vielfalt.
Auch einige Blutegel fühlen sich offenbar wohl. Wen die aussagen habe ich noch nicht mitgekommen. Dennoch landete schon nach wenigen Wochen ein Fischreiher am Gewässer. Er musste sich mit einem Frosch zufrieden geben, blieb aber bis heute ein regelmäßiger Besucher.

Im Sommer beleben wir selbst auch gerne den Teich zur Abkühlung und zum Schwimmen. Ganz vornehm über eine Treppe wird bis zur Schwimmtiefe eingestiegen. Die Hunde lieben das ebenfalls.
Trotz der vielen Arbeit möchten wir den Teich nicht mehr missen. Sollte jemand unter Langeweile leiden, kann ich eine Teichanlage nur empfehlen.
Allen ein schönes Wochenende.
Christian

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