trockenzeit Verbundmatte

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26 Juni 2008 13:09 #5600 von wicki
Hi Susanne und alle miteinander,

@ 'wesentlich laenger':
lt. Auskunft der Fachleute bedeutet dies fuer das endgueltige Aushaerten/Abbinden zumindest 10 - 14 Tage, je nach Mischung und Dicke.
Mit Zement only geht es schneller, Kalk braucht laenger.
Wie gesagt mit hydraulischen Bindemitteln (Zement, hydraulischer Kalk) haertet es ja auch unter Wasser aus.
Bleibt bloss die 'alkalische Frage'; deswegen die Empfehlung eher doch 1-2 Wochen Lufttrocknung einzuplanen.

@ Verarbeitungsweise:
Soferne es die Verhaeltnisse zulassen ist wahrscheinlich ein Arbeiten von oben nach unten geeigneter. Erstens ist die erste Schicht recht duennfluessig (laeuft also naturgemaess nach unten), zweitens kannst Du damit vermeiden, dass Du auf der frisch vermoertelten, noch nicht gehaerteten Matte stehst und arbeitest. Du musst Dir lediglich einen Rueckzugsweg offenhalten ueber den Du Dich dann vom Teichboden aus der Grube 'herausarbeitest'.

@ Verbindungsproblem mit bereits getrockneten Bereichen:
Dies sollte kein grundsaetzliches Problem darstellen und ist bei groesseren Verbundmattenflaechen zeitmaessig auch kaum zu vermeiden. Die Moertelschicht kann und wird auch zu spaeteren Zeitpunkten bei allfaelligen Belastungen hier und da reissen, wird jedoch durch den Faseraufbau zusammengehalten. Entsprechend dem Aspekt einer naturnahen Gestaltung wird dies auch kaum sichtbar sein und sollte nicht mit der glatten Oberflaeche eines Pools verglichen werden.
Wesentlicher erscheint mir die richtige Moertelmischung und Verarbeitung; ein Kompromiss zwischen Haerte (durch den Zement) und Geschmeidigkeit (durch den Kalk), die Duennfluessigkeit der ersten Schicht, welche moeglichst tief und 'blasenfrei' zwischen die Fasern eindringen soll und enorm wichtig, das langsame Aushaerten und somit Feuchthalten zumindest waehrend der ersten 48 Stunden.

@ Nachrutschen der Folie:

Um das ansonsten seitens NG empfohlen Nachrutschen der Folie beim Auffuellen des Teiches (zwecks eines spannungsfreien Ergebnisses) auch bei Verlegung mit der Verbundmatte zu ermoeglichen, sollte man im Rahmen des Klebens der VM an die Teichfolie, abschnittsweise Reserven vorsehen; d.h. bspw. die Teichfolie auf den Terrassen etwas wellig legen (und auch bei der Verbundmatte nicht zu gestrafft arbeiten), sodass beim nachherigen Anpressen durch den Wasserdruck noch Ausbreitungsreserve gegeben ist.
Zweckdienlich hierfuer ist sicherlich das moeglichst stabile Positionieren der Folie mittels Beschwerung auf den Terrassen.

@ Verarbeitungszeit:
Entsprechenden Erfahrungsberichten zufolge lassen sich auch 200 m2 mit einer Mannschaft von 4 - 5 Leuten an einem Tag verarbeiten.
Sollte somit fuer Deine Flaeche auch mit einer kleineren Mannschaft an einem Tag zu bewaeltigen sein, wodurch Du auch allfaellige bereits trockenere Moertelanschluesse vermeiden kannst.

Generell moechte ich hier auch auf den Thread 'Baustoffe fuer die Verbundmatte' verweisen, in dem diese und artverwandte Themen insbesondere hinsichtlich der Materialwahl und Verarbeitung auch schon diskutiert wurden.

lg, wicki

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26 Juni 2008 09:32 #5596 von trebondi
Hallo,

machen kannst du das schon, aber an den Verbindungsstellen verbindet sich der frische Mörtel mit dem bereits gehärtetem nicht mehr und es könnte u. U. später an den Stellen zu Brüchen kommen.

Versuch lieber, mit mehreren Leuten möglichst viel Fläche in einem Rutsch fertig zustellen. Dann einige Tage aushärte lassen und dann das Wasser.

Noch zum Wassereinlassen: bei uns hat es immerhin 6 Tage gedauert, bis der Teich voll war. Effektiv hatte also der Mörtel bis zu 10 Tagen zeit auszuhärten.

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25 Juni 2008 20:24 #5590 von Flecki
Danke für Euere Tips. Besonders die Handschuhe...
Wie lange ist denn "wesentlich länger?" Etwa 4 Tage?Kann ich auch Stufenweise (mein Teich ist 130 tief und hat auf 90cm und 45 cm eine Stufe) von unten arbeiten,stückweise Wasser einlassen und mich dann auf die untere-ausgehärtete- Stufe stellen? Da mein Loch schon 2 Wochen mit folie drin herumsteht,und sich Tags aufheizt und dehnt, habe ich Sorge, dass die Folie hinter (oder mit der angeklebten) Verbundmatte absackt, und ich dann nach dem einmörteln ja nichts mehr korrigieren kann. Wie soll denn die Folie da eigentlich "nachrücken" können. In den Anleitungen steht auch, dass man oberhalb 20 cm des Wasserspiegels nicht beschweren soll., damit die Folie nachrückt. Wenn ich alles auf einmal vermörtele, rückt da nix mehr.Ich habe insgesamt nur ca 30-35 qm Verbundmatte.
Grüße von Susanne

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25 Juni 2008 17:10 #5587 von wicki
Hi alle miteinander,
Hinsichtlich Trocknungszeit der Verbundmatte möchte ich folgendes beitragen. Zwei Tage sollten zwar reichen, dass die Mörtelschicht zumindest oberflächlich derart verfestigt ist, das das einlaufende Wasser nicht getrübt wird. Soferne hydraulische Bindemittel verwendet wurden härten diese sodann auch unter Wasser, sprich unter Luftabschluss aus. Dieser endgültige Aushärtungsvorgang dauert jedoch, in Abhängigkeit von der verwendeten Mörtelmischung (mit Kalk, ohne Kalk, etc.) wesentlich länger als 2 Tage. Hierbei ist es lt. NG Berater und auch einer befragten Baustofffirma möglich, dass alkalische Auswaschungen ins Teichwasser gelangen, welche Pflanzen oder Fischen ev. nicht zuträglich sind.
Somit ggf. ein Wasserwechsel notwendig werden könnte; oder man gibt der Lufttrocknung doch mehr Zeit . . .
muss somit jeder für sich entscheiden.

@ Susanne:
Hinsichtlich Verbindung der Ufermatte mit der Verbundmatte gibt es auch die einfache Möglichkeit, die Ufermatte im Zuge des Vermörtelns mittels Mörtel an die Verbundmatte 'anzuheften', wodurch sie positioniert und fixiert wird. Hierbei kannst Du durch bewusst ungleichmässigen Verlauf der Mörtelkante auch einen naturnäheren Übergang zwischen dem sandigen/erdigen Charakter der Mörtelfläche und der grünen (hoffentlich später bewachsenen) Ufermatte erreichen.
Weniger geeignet ist diese Methode sicherlich an belasteten Stellen des Teiches wo man bspw. drauftreten könnte; im Bereich der Uferterrassen stellt dies aber vielleicht die einfachste Methode der Verbindung dar.
lg, wicki

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25 Juni 2008 09:43 - 25 Juni 2008 09:47 #5585 von trebondi
Hallo,

habe es vielleicht nicht deutlich genug ausgedrückt. Die Farbschicht wurde natürlich in die zweite, gerade frisch aufgetragene Schicht eingearbeitet. Damit ist der Mörtel dann nicht nur oberflächlich sondern ganz gefärbt und die Farbe kann nicht ausgewaschen werden.

Die Farbe auf den bereits trockenen Mörtel aufbringen wäre natürlich falsch, da diese dann abplatzen bzw. auswaschen kann.

Wir haben das mit 4 Leuten gemacht. Einer hat die Mischung mit dem Betonmischer hergestellt und 3 haben die dann mit dem Quast eingearbeitet. Da am Tag als wir das gemacht haben die Sonne schien haben wir die Oberfläche immer wieder befeuchtet, damit der Mörtel nicht zu schnell trocknet.
Letzte Änderung: 25 Juni 2008 09:47 von trebondi.

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25 Juni 2008 07:03 #5584 von rallek
In der aktuellen Verbundmattenanleitung wird ausdrücklich von der oberflächlichen Färbung abgeraten, da man ja immer mit Absplitterungen rechnen muss. Das gibt dann graue Flecken.
Ich habe mich entschieden, sogar die erste Lage einzufärben. Dann bin ich auf der sicheren Seite, falls sich die obere Schicht mal nicht gut verbunden haben sollte.
Mir steht das Vermörteln aber noch bevor.

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