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Filtergrabenoptimierung: Ebbe-Flut-System
- the_farmer
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Alfons-Teich schrieb: Hallo Chemiker,
So, und jetzt gehe ich zu Lohschneider und optimiere mit ihm sein System. 150% Wirkungsgrad sollten mindestens möglich sein.
Gruß
Alfons
Ich habe meinen Fischen befohlen, nur noch zusammen im Kreis zu schwimmen. Wie ihr merkt, läuft die Zeit bereits langsamer. Ab heute Abend dreht sich die Erde dann rückwärts. Ab dem Beginn des Klimawandels sollen sie dann wieder richtig rum schwimmen!
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- Alfons-Teich
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Deine theoretischen wissenschaftlichen Betrachtungen in allen Ehren. Du solltest aber auch den Blick auf die Rahmenbedingungen lenken.
Den größten Anteil an der Pflanzenwachstumsaktivierung wird das Nährstoffangebot haben.
Danach (oder gleichauf) wird die Belichtung liegen.
Nicht unwesentlich ist die Wassertemperatur (weshalb Du Dir genauer überlegen solltest, warum Du 3 m tief bauen willst).
Den größten Anteil an Nährstoffbindung haben die Unterwasserpflanzen. Denen sind die Wasserstandsschwankungen völlig egal.
Die Pflanzenwurzeln, die Du mit Deiner Ebbe belüften willst, stecken im Flachwasserbereich im Bodensubstrat/Sand. Der bleibt durch Kapillareffekt feucht, ob dadurch mehr Sauerstoff an die Wurzeln kommt, wage ich zu bezweifeln.
Die Fläche, auf der der Ebbe-Flut-Zyklus zur Wirkung kommen kann, ist schätzungsweise 3% der Filterteichfläche. Du kannst das gern mit ausgefeilten Differenzial- oder Integralrechnungen konkretisieren.
Durch normale tägliche Verdunstung bekommen alle Teichfreunde mindestens 5-10 cm Wasserstandschwankungen, je nach dem, wann es wieder regnet oder wie akribisch jemand kontrolliert und auffüllt.
Zum Schluss noch eine rein praktische Erfahrung: Pumpen verschleißen im Intervallbetrieb um ein Vielfaches schneller, als wenn sie kontinuierlich durchlaufen. Von den (biologischen) Problemen in den trockenfallenden nachgeschalteten Filterstufen reden wir erst im Spezialisierungskurs.
So, und jetzt gehe ich zu Lohschneider und optimiere mit ihm sein System. 150% Wirkungsgrad sollten mindestens möglich sein.
Gruß
Alfons
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William Texier: Hydroponik leicht gemacht – Alles über Pflanzenanbau im Haus. Verlag Mama Editions, Paris, 2015, ISBN 978-2-84594-087-1
Wer Aquaponik im Hausgarten probieren will (also Fischwasser nutzen, Ammonium zu Nitrat umwandeln, damit Pflanzen hydroponisch ohne Erde bewässern und das Rücklaufwasser wieder zu den Fischen): Thomas Rücker: Aquaponik im Eigenbau
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Wurzeln hast du überall im gefluteten Bereich im Filtergraben. Wenn Du die Pumpe anstellst sinkt dort das Wasser ab, sagen wir um 3 cm (exakt wäre es die Menge, die im Kreislauf gebunden ist und noch nicht zurückgeflossen ist). Die Wassermenge, "die unterwegs ist" geht IMMER beim Pegel des Filtergrabens ab, geht gar nicht anders. Und trotzdem vertrocknet kein Fischlein. Erst wenn die Pumpe (beispielsweise nach 12 Stunden) abgestellt wird und nichts mehr wegsaugt, erst dann dürfte die Absenkung wieder mit Rücklauf aufgefüllt werden.
Läuft die Pumpe 24 Stunden ununterbrochen dann fallen diese 3 cm Absenkung dauertrocken und dort situierte Wurzelhaare und Mikroorganismen vertrocknen.
Läuft die Pumpe aber, sagen wir eine Viertelstunde und dann eine halbe Stunde NICHT, dann fällt die Absenkung eine Viertelstunde trocken und wird dann für eine halbe Stunde wiederbelebt und aktiviert. Und damit wird der "Absenkraum" mit den dortigen Wurzeln für die Nährstoffaufnahme optimiert.
Besser wäre es natürlich wenn der "Absenkraum" größer wäre (wenn der Rücklauf verzögert wird), denn je mehr Wurzelraum für die Wurzelatmung aktiviert wird, desto besser die Nährstoffaufnahme (Wasserpflanzen versorgen ihre Wurzeln zwar etwas diffiziler mit Sauerstoff als Landpflanzen, mit zusätzlicher Belüftung müsste aber das Wachstum trotzdem besser sein). Beide Systeme könnte Norbert in einem Pflanzenaquarium testen und vergleichen. Versuch macht kluch.
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- Lohschneider
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- the_farmer
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Lohschneider schrieb: Vielleicht könnte man das mit einem Gezeitenkraftwerk kombinieren, dann könnte man Strom produzieren, das heißt man spart schon Strom, weil die Pumpe ja immer Pause macht und zusätzlich gewinnt man Strom durch Ebbe und Flut. Am Ende könnte das die Energiewende sein, die Lösung aller Probleme
Ein perpetuum mobile!:woohoo:
Aber irgendwas war da, warum das Gedankenkonstrukt nicht klappen tut....:dry: :huh:
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ach ja, der Wirkungsgrad, der kleiner 100% ist.....verflucht sei die Reibung:laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh:
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