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Filtergrabenoptimierung: Ebbe-Flut-System
- the_farmer
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Chemiker schrieb: Das verstehe ich jetzt nicht. "Andersrum sehr ich die Gefahr, dass in der Zeit ohne Wasser Jungfische und Kleinstlebewesen eingehen".
Im Normalzustand haben Teich und Filtergraben denselben Wasserstand. Und sobald die Pumpe am Ende des Filtergrabens eingeschaltet wird, sinkt der Wasserspiegel im Filtergraben (sieht man auch in einem NG-Video). Und daraufhin rinnt das in den Teich gepumpte gereinigte Wasser im Teich über, im Kreislauf also in den Filtergraben zurück. Würde die Pumpe abgestellt würde sich in Teich und Filtergraben (bei offener Tiefenabsaugung im Teich) derselbe Wasserspiegel einpendeln.
Der Unterschied wäre nur, dass die Pumpe nicht 24 Stunden durchläuft, sondern 24 Stunden in Intervallen (Pumpen, Pause, Pumpen, Pause, Pumpen, Pause,…)
Wenn du soviel abpumpst, dass die Wurzeln atmen können...also rund 80 cm, dann sitzt alles auf dem Trockenen. Und bei den Dingen, die Kiemen haben, wirds dann kritisch.
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- Lohschneider
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Im Normalzustand haben Teich und Filtergraben denselben Wasserstand. Und sobald die Pumpe am Ende des Filtergrabens eingeschaltet wird, sinkt der Wasserspiegel im Filtergraben (sieht man auch in einem NG-Video). Und daraufhin rinnt das in den Teich gepumpte gereinigte Wasser im Teich über, im Kreislauf also in den Filtergraben zurück. Würde die Pumpe abgestellt würde sich in Teich und Filtergraben (bei offener Tiefenabsaugung im Teich) derselbe Wasserspiegel einpendeln.
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- the_farmer
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Andersrum sehr ich die Gefahr, dass in der Zeit ohne Wasser Jungfische und Kleinstlebewesen eingehen, damit wäre es sogar nicht sinnlos, sondern kontraproduktiv.
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Sprich, Pflanzen wachsen umso schneller, je öfter ihre Wurzeln Sauerstoff ausgesetzt sind. Denn zur Nährstoffaufnahme ist Sauerstoff im Wurzelraum notwendig.
Beim Ebbe-Flut-System der Hydroponik stehen Pflanzenwurzeln in Wasser, dessen Spiegel aber regelmäßig abgesenkt wird. Beim Absenken wird von oben Luft = Sauerstoff ins Substrat eingesaugt (bzw. Stickstoff für die Knöllchenbakterien) und das Reaktionsprodukt CO2 der "Wurzelatmung" gelöst im Wasser entfernt. Etwa eine Absenkung in der halben Stunde. Durch die Luftzufuhr bilden sich auch keine anaeroben Zustände, Wurzeln faulen nicht.
So ein Ebbe-Flut-System könnte das Pflanzenwachstum im Filtergraben resp. die Nährstoffentfernung optimieren. Eine Wasserspiegelabsenkung passiert ja auch, wenn die Pumpe angestellt wird und deswegen der Wasserspiegel im Filtergraben kurzfristig sinkt. Verbessert oder optimiert würde das Ganze, wenn die Pumpe im Intervallbetrieb laufen würde. Also Absenkung - Wiederauffüllung - Absenkung - Wiederauffüllung usw., gesteuert durch eine mechanisch-elektrische Zeitschaltuhr.
Ein Siphon zum vollständigen Abhebern eines höher situierten Filtergrabens ( siehe de.wikipedia.org/wiki/Heber_(Ger%C3%A4t)#Ebbe-Flut-System ) wäre wohl nicht so geeignet, denn dann müsste die Pumpe in dem Moment abgestellt werden, wenn der Wasserstand hoch ist (also VOR einer Abheberung), weil sonst die Wurzeln im wasserfreien Wurzelraum austrocknen und dann auch die Pflanzen verdorren.
Aber eine Intervallschaltung der Pumpe in 24 Stunden könnte das System optimieren (abpumpen bis zum Tiefststand, Pumpe aus, einlaufenlassen bis zum Höchststand, halbe Stunde Wurzelaktivität, abpumpen,…; Zeiteinstellung gemäß der Pumpenleistung).
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