Pumpen, Bachläufe, Quellen und Wasserspiele.

220Volt Pumpe im Schwimmteich???

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17 Mai 2008 20:56 #5124 von da1el
Hallo Step

Du hast schon recht nach einen Trenntrafo löst kein Fi aus.


Deswegen brauch man in diesenfall eine isolationüberwachung die im Fehlerfall automatisch abschalet wie bei manchen Notstromagregate

und dann würd ich sagen wär die Sicherheit ähnlich wie bei den 12Volt Pumpen

Aber sowas kostet dann richtig Geld

und ich weis nicht ob sowas vom Vorschriften Werk VDE als Sicher zum schwimmen eingestuft wird


Gruß
Daniel

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07 Mai 2008 21:02 #4853 von Step
Todi schrieb:

Sorry, aber das kann ich so nicht stehen lassen, denn:
...

Oops, da lag ich dann aber falsch, da habe ich also noch was hinzugelernt, Danke. Ich bin ja auch kein Elektrofachmann, mein Job liegt in der Software.

MfG
Step.

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07 Mai 2008 12:48 #4851 von Todi
Step schrieb:

(Anmerkung: In diesem Fall hilft auch kein FI-Schalter, da es zu keinem erkennbaren Stromfluss auf dem Schutzleiter kommt und somit keine Zwangsabschaltung ausgelöst wird.


Sorry, aber das kann ich so nicht stehen lassen, denn:

Zum Auslösen des FI ist die Höhe des Stromflusses auf dem Schutzleiter völlig egal (oder habt ihr etwa einen FI mit SChutzleiteranschluss???) Der FI trennt allpolig, sofern eine gewisse Strom-Differenz zwischen dem/den spannungsführendem Außenleiter(n) (Bezeichnung L; früher Phase genannt) und dem/den Neutralleiter(n) (Bezeichnung N) auftritt. Bildlich: Es fließt mehr Strom in die Leitung zum Verbraucher als wieder herauskommt, also muss ein Teil des Stroms "unplanmäßig" woanders abfließen.

Zitat:
Der RCD (FI-Schalter) trennt bei Überschreiten einer bestimmten Differenzstromstärke (in Hausanlagen meist 30mA) den überwachten Stromkreis allpolig, d.h. alle Leiter bis auf den Schutzleiter, vom restlichen Netz. Differenzströme können auftreten, wenn etwa durch den menschlichen Körper oder über eine schadhafte Isolierung ein (Fehler-)Strom fließt. Dazu vergleicht der RCD die Höhe des ankommenden mit der des zurückfließenden Stromes. Die Summe muss bei einer intakten Anlage Null betragen.
Quelle: Wikipedia

So habe ich es auch in der Ausbildung zum VDE-Fachmann gelernt.
Richtig ist aber, dass ein Trenntrafo guten Schutz gewährleistet, da es recht unwahrscheinlich ist, dass eine Person BEIDE Leiter gleichzeitig berührt.

MfG
Todi

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04 Mai 2008 22:41 #4829 von mue.chris
Hallo Step,

kann mich Horst nur anschließen! Danke.Danke.Danke.

Wenige wissen, wieviel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiss.

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04 Mai 2008 22:08 #4827 von Horst
Hallo Step,

sehr informativer und ausführlicher Beitrag. Auch was die "Fähigkeit" des FI´s betrifft.
Danke.

Für Pumpenhersteller wird sich somit der Einsatz von Trenntrafos wirtschaftlich kaum lohnen.

Liebe Grüße

Horst

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04 Mai 2008 20:51 #4824 von Step
mue.chris schrieb:

...
Also mal abgesehen davon das ich immer noch nicht verstanden hab warum 230V die Galvanisch über 2 Spulen 1:1 von den 230V der Netzspannung getrennt sind, sicherer sein sollen als die Netzspannung selbst hast du jetzt zumindest mal ein paar VDE und ÖVE Bestimmungen die du deinem Elektriker an den Kopf werden kannst :P

Ganz einfach, hier eine vereinfachte Darstellung: Die Stromversorgung findet normalerweise über Phase und Nullleiter statt, der Nullleiter hat Erdpotential, der Phasenleiter demgegenüer eine Spannungsdifferenz von 230 V. Eine Person, die eine leitfähige Verbindung zur Erde hat, erhält bei der Berührung von phaseführenden Bauteilen einen elektrischen Schlag, der möglicherweise tödlich ist. (Anmerkung: In diesem Fall hilft auch kein FI-Schalter, da es zu keinem erkennbaren Stromfluss auf dem Schutzleiter kommt und somit keine Zwangsabschaltung ausgelöst wird. Der FI ist also kein Allheilmittel, das jeden Grundsatzfehler im elektrischen System korrigiert, sondern er schützt nur unter passenden Bedingungen, also nur, wenn in das elektrotechnische Problem der Schutzleiter nennenswert involviert ist.)
Mit einem Trenntrafo werden, vereinfach gesagt, die 230 V Wechselspannung in einem neuen Kreis erzeugt, der bei richtiger Schaltung und Ausführung ERDFREI ist. Erdfrei bedeutet hier, dass ich nicht eine Spannungsdiffrenz zwischen Erde und Phase habe, sondern eine Spannungsdifferenz zwischen zwei Leitern. Um hier einen (möglicherweise tödlichen) "Schlag" zu bekommen, reicht es nicht, dass die Person eine Verbindung zwischen Erde und einem Leiter herstellt, sondern dazu muß die Person eine Verbindung zwischen BEIDEN Leitern herstellen, die Erdverbindung ist dabei egal.

Merke (vereinfacht): Der Trenntrafo erzeugt eigene 230 Volt, die mit dem kommerziellen Versorgungsnetz und der Erde nicht zu tun haben. ABER: Nur eine fachgrerechte Ausführung und Verwendung bringt zusätzliche Sicherheit.
Wichtig hierbei: Der Trenntrafo darf nicht als sogenannter Spar-Transformator ausgeführt sein, sondern es muß definitiv eine galvanische Trennung zwischen beiden Netzen bestehen.

Ein galvanisch abgetrenntes, erdfreies 230 Volt-System kann erhebliche Sicherheit gegenüber der Berührung einzelner spannungsführende Teile geben, das wird bei uns in der Firma beispielsweise als Schutzsystem im Werkstatt- bzw. Laborbereich eingesetzt. Gegen die gleichzeitige Berührung beider Leitern hilft dieses System aber auch nicht, das wäre im Ernstfall möglicherweise genauso tödlich wie beim üblichen Versorgungsnetz.

Ich meine, dass ein Trenntrafo bei fachgerechter Ausführung der Anlage und regelmäßiger Prüfung eine sinnvolle und schützende Maßnahme darstellt. Unter regelmäßiger Prüfung stelle ich mir übrigens eine halbjährliche Isolationsprüfung der Einzelleiter von Trafo und Gesamtsystem gegen sich und gegen Erde vor.
Trenntransformatoren mit 500 VA gibt es nach meinem Wissen für 200 - 300 EUR, Einbaugeräte für Elektroverteilungen liegen je nach Leistung bei 50 bis 100 EUR.

Bei Interesse: Keine Bastelei, vom Fachmann beraten lassen, vom Fachmann ausführen lassen.

MfG
Step.

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