Vorgehensweise beim Vermörteln

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28 Sep. 2017 16:09 - 29 Sep. 2017 15:16 #26244 von salamander
Hallo!

nass in nass, das hört sich alles gut an. Nur wenn du 250 m² zu vermörteln hast ( so wie ich ) und mit normalem Mörtelmischer arbeitest ist das nicht zu schaffen. Ich habe erst die Verbundmatte eingeschlemmt, und dann nach und nach die Deckschicht aufgebracht. Da waren Pausen von mehreren Tagen dabei. Die Anschlußstellen an denen ich weitergearbeitet habe wurden mit einem Quast verpinselt, es gab keine Risse und die Anschlußstellen sah man auch nicht.

Vermörteln geht am einfachsten von oben nach unten, den Boden zuletzt. Wasser hat sich bei mir beim vermörteln nicht im Teich gesammelt, bei richtiger Konsistenz sollte das auch nicht vorkommen.

Die Trennfolie sollte nicht frei hängen, die mauert man normalerweise ein und verputzt die Mauer.

Gruß Roland

www.teichbau-forum-naturagart.de/index.p...echnik-grube-aushebe
ST. 20.5 m x 11.0 m 1.35m tief
FG. 3.5 m x 10 m 0,6m tief
2 Saugsammler, 2 Pumpen 6500SKS
2 Standartfilter, 2 UVC 55
5 Bodenabläufe,Eigenbauskimmer
2 Zuläufe,
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28 Sep. 2017 16:08 - 28 Sep. 2017 16:14 #26243 von Roadrunner
Hallo Gerd,
wie es genau gemacht werden sollte steht doch eigentlich in den Anleitungen, aber trotzdem kommen einem Fragen in den Kopf.
Ich habe es folgendermaßen gemacht, was nicht bedeutet, dass es die richtige Lösung ist.
Aber manchmal helfen Erfahrungen anderer bei der Lösungsfindung.
zu 1.) nass in nass bedeutet, dass der Mörtel der ersten Schicht noch nicht fertig abgebunden ist, so dass die Schichten eine homogenere Bindung eingehen können. Aushärten lassen und nass machen hat nicht das gleiche Ergebnis. Eine aufgerauhte Oberfläche der ersten Schicht gibt zusätzlich noch formschlüssige Unterstützung.

zu 2.) Ich habe auch allein vermörtelt. Oft war noch ein Mischerfahrer dabei. Allein vermörteln ist nicht optimal, aber es geht. Ich habe meinen Teich in Teilstücken gearbeitet und die jeweils komplett fertig gemacht. Die Pause zwischen den Arbeitsgängen hängt vom Aushärten des Mörtels ab und damit auch ein wenig vom Wetter, obwohl der Beton ja bestimmte Abbindezeiten hat, die bei viel Sonne und Wärme manchmal abgewürgt werden. Ich hatte auch bis in den November rein gearbeitet. An einem Tag die erste Schicht und am nächsten Tag die zweite Lage.

zu 3.) es wird zwar von oben nach unten empfohlen, aber ich habe genau umgekehrt gearbeitet. Ich habe zuerst den Boden komplett vermörtelt und da kann man auch erst eine recht dünne "Suppe" in die Verbundmatte "einmassieren" und nach nicht zu langer Zeit die finale Lage aufbringen. Es kann ja nichts weglaufen.
Den Boden habe ich zuerst gemacht, damit das Gewicht die Folie gleich richtig in die Ecken und an den Boden drückt wird. Ich habe mir vorgestellt, dass es nach unten hin zu viel Spannung gibt, wenn die Folie noch nicht richtig in den Ecken und Winkeln liegen sollte. Dann kann sie sich von oben noch nachziehen.(Meine Gedanken zu dem Thema)
Ich habe also erst den Boden gemacht und nachdem der begeh- und befahrbar war habe ich die Terrassen vermörtelt, wie du es schon angedacht hast erst die waagerechte Fläche und dann die senkrechte Wand.

zu 4.) da ich zuerst den Boden gemacht habe, war das angesammelte Wasser kein Problem. Wenn es nicht zu viel ist kannst du den Beton einfach reinkippen. Das Wasser fliest schon zur Seite bzw. vermischt sich mit dem Mörtel, wenn du die erste Schicht recht dünnflüssig machst und es in die Verbundmatte "kehrst".
Nach Bodenablauf sieht es bei dir nicht aus. Kannst halt nur eine Pumpe an den tiefsten Punkt bringen und abpumpen, wenn es viel Wasser ist.
Wenn der Mörtel fertig und ausgehärtet ist solltest du ohnehin ordentlich die Wände spülen und das Wasser rauspumpen. Damit du dann bessere Wasser-Startwerte bekommst.

zu 5.) Viele bauen den Saugsammler in eine Steinlage ein. Aber unbedingt dickes Vlies zwischen Folie und Steine packen. Dann hängt da ja nichts an der Trennfolie vonder Teichseite her dran. Auf der Filtergrabenseite habe ich auch dickes Vlies auf den Boden und an die senkrechte Trennfolie gepackt und in meinem Fall das ganze mit Granitborden "vermauert". Da drückt die Last nach unten und hängt nicht an der Folie. Aus Feldsteinen vom Aushub etc. kannst du auch eine Mauer bauen.
An die Folie die Verbundmatte mit Mörtel zu hängen würde ich nicht machen.
Ich Hänge mal ein Bild von meiner Filtergrabenseite des Durchbruches an.


In Etappen zu arbeiten geht, führt aber zu einigen Ungleichmäßigkeiten in der Oberfläche. Mich persönlich stört es nicht und wenn Wasser drin ist, sind mir auch grobe Unzulänglichkeiten nicht mehr so ins Auge gefallen. Oft habe ich darüber nachgedacht, wie ich manche Stellen noch kaschieren kann, aber nachdem das Wasser drin war, habe ich diese kaum noch gesehen und war eigentlich froh keinen großen Aufwand mehr gemacht zu haben. Bisher hat auch noch kein Besucher und Betrachter gesagt: "Dort sieht der Mörtel aber anders aus".B)
Aber jeder hat ja seine eigenen Ansprüche.

Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen und wünsche dir viel Spaß.
Gruß Jörg
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28 Sep. 2017 09:49 #26239 von radlhans
Hallo,

bei meinem Teichbau-Projekt bin ich jetzt soweit vorangeschritten, dass die Folie drin ist.
Als nächstes ist Verbundmatte legen angesagt, gefolgt vom Vermörteln, wozu ich ein paar Fragen habe:

1.) Ich lese oft, dass „nass-in-nass“ Vermörteln empfehlenswert ist. Das bedeutet, dass der bereits aufgebrachte Mörtel bis zum Aufbringen der nächsten Schicht feucht gehalten werden muss (u.a. um Risse aufgrund zu schnellen Aushärtens zu vermeiden)?

2.) Ich habe schon Trasszementmörtel bereit liegen und werde wohl per Hand selbst vermörteln. Eine Maschine kommt wohl nicht in Frage?!
Da es manuell mehr Zeit beansprucht, werde ich wohl nicht alles auf einmal schaffen (ca. 110 qm zu vermörtelnde Fläche).
Heißt also, dass ich bis zur nächsten Arbeitsschicht den Mörtel nass halten muss („nass-in-nass“ – siehe Frage 1). Wie lange dürfte denn die Arbeitspause maximal sein (ist klar: je schneller, desto besser)?

3.) Eine oft diskutierte Frage: von oben nach unten oder von unten nach oben!
Ich denke, ich werde von oben nach unten vermörteln: zuerst die (mehr oder minder) waagerechten Flächen, damit das Mörtelgewicht die Verbundmatte hält und die nicht mehr so viel nach unten rutschen kann. Ist doch vernünftig, oder?

4.) Wie bekomme ich denn am besten das Wasser auf dem Teich/vom Mörtel weg, das sich beim Vermörteln unten im Teich sammelt? Sind jetzt zwar nicht die Mengen, aber immerhin, ist doch schon ´ne Suppe…
Ein Bekannter, der gerade vermörtelt hat, hat’s einfach stehen gelassen?!

5.) Zur Abtrennfolie Filtergraben-Teich (beim Saugsammler): diese auch mit Verbundmatte bekleben? Aber nicht vermörteln, oder? Wäre da recht viel Gewicht an der frei hängenden Folie…

Grüße,
Gerd
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